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Mahnverfahren

Mahnbescheid und Mahnverfahren

Dem Amtsgericht Hünfeld  ist die Zuständigkeit für die Mahnverfahren aus allen hessischen Amtsgerichtsbezirken zugewiesen (Zentrales Mahngericht für Hessen ). Es ist damit grundsätzlich zuständig für die Bearbeitung von Mahnbescheidsanträgen von Antragstellern, die ihren Wohnsitz/Sitz in Hessen haben. Die Mahnverfahren werden seit dem 1.7.2001 maschinell bearbeitet (nähere Informationen finden Sie auf der Seite des AG Hünfeld ). Es gelten die §§ 688 ff. Zivilprozessordnung. Das hier vorgestellte Verfahren ist nicht für die Arbeitsgerichtsbarkeit anwendbar. Hierfür gelten die besonderen Bestimmungen nach dem Arbeitsgerichtsgesetz. 

Mahnbescheidsantrag im Internet

Mit dem interaktiven Antragsformular bietet die hessiche Justiz Ihnen die Möglichkeit, Anträge auf Erlass eines Mahnbescheids im maschinellen Mahnverfahren online zu erfassen und überprüfen zu lassen. Hierzu wurde das Programm Online-Mahnantrag erstellt, mit dem Sie die Daten für den Antrag online eingeben können. Sie werden unmittelbar auf Plausibilität überprüft, um Eingabefehler - und damit spätere Rückfragen des Mahngerichts - zu vermeiden.
Die Daten können dann direkt in das amtliche Formular eingedruckt werden, das dann an das Amtsgericht Hünfeld per Post zu übersenden ist.


Der „Barcode-Mahnbescheidsantrag“

Neu ist die Möglichkeit des Barcode-Ausdrucks.
Beim Barcode-Mahnbescheidsantrag wird Papier als Träger einer nur maschinell lesbaren Aufzeichnung genutzt. Der Barcode selbst stellt hierbei die maschinell lesbare Aufzeichnung dar. Zusätzlich werden die Antragsdaten auch in Klarschrift ausgegeben.
Der „Barcode-Mahnbescheidsantrag“ besteht aus dem Deckblatt, einer oder mehrerer Antragsseiten in Klarschrift sowie einer bis mehrerer Barcodeseiten und wird über den besonderen Menüpunkt „Barcode“ im Online-Mahnantrag mit Hilfe des Acrobat Reader-Programms als pdf ausgedruckt. Die aufeinanderfolgenden Antragsseiten sind vom Antragsteller zusammen zu heften und auf dem Deckblatt zu unterschreiben. Sodann wird der Antrag per Post dem Mahngericht übersandt, wobei die im Deckblatt dokumentierten besonderen Konditionen der Antragsnutzung anerkannt werden.

Datenübermittlung über das Internet

Nach Eingabe der Daten in den Online-Mahnantrag werden die Daten online verschlüsselt an das Mahngericht übermittelt und dort weiter bearbeitet. Die Unterschrift wird hierbei durch eine Signatur ersetzt. Voraussetzung für dieses Verfahren sind eine zugelassene Signaturkarte und geeignetes Kartenlesegerät.
Für die Übermittlung steht die Software „Elektronische Gerichts– und Verwaltungspostfach (EGVP)“ zur Verfügung. Die Software EGVP ist kostenfrei über die Internetseite des Hessischen Ministeriums der Justiz oder die Seite www.egvp.de erhältlich. Auf diesen beiden Seiten können Sie auch weitere Informationen über das EGVP erhalten.
Die Übermittlung der Mahnantragsdaten über das Internet ist die schnellste und modernste Möglichkeit, einen Mahnbescheid zu erwirken.

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